Mehr, mehr, mehr! Vanillecreme mit Erdberen

Vanillepudding mit frischen Erdbeeren war schon als Kind einer meiner Lieblingsnachtische. Eine fluffigere, sahnigere Variante ist diese Vanillecreme. Sie ist nicht kompliziert aber man muss dafür unbedingt Konditorcreme kochen. Das ist sozusagen selbst gemachter Vanillepudding und lohnt jeden Aufwand. Einmal ausprobiert, mag man Vanillepudding nie mehr anders essen.

Mich nerven eigentlich Rezepte, bei denen Eiweiß oder Eigelb übrig bleibt. Ich kann so schlecht Lebensmittel wegschmeißen. Das Eiweiß hält sich aber gut eine Woche im Kühlschrank. Es lässt sich sogar einfrieren und ist so einige Monate haltbar und nach dem Auftauen immer noch eischneetauglich. Daraus machen kann man zum Beispiel Marzipan-Mandelgebäck  oder Kokoserbeertörtchen.

Zutaten: Konditorcreme (s. u.), 350 g geschlagene Sahne, 500 g Erdbeeren, 1 Prise Zucker

Konditorcreme: 4 Eigelb, 80 g Zucker, 40 g Stärke, 500 ml Milch, 1/2 Vanilleschote

Und sonst: Topf, Rührschüssel, Schneebesen, Frischhaltefolie, Rührgerät, Blech oder große Schüssel zum Abkühlen der Konditorcreme

Zuerst die Konditorcreme kochen

Milch kochen: Die Milch in einen Topf gießen, das Mark aus der Vanilleschote kratzen, zusammen mit der Schote in die Milch geben, kurz aufkochen lassen und beiseite stellen.

Eigelb aufschlagen: Eigelbe und Zucker mit einem Schneebesen hellgelb und dickflüssig schlagen, dann die Stärke unterrühren bis eine geschmeidige Paste entsteht.

Kochen: Die Vanilleschote aus der heißen Milch fischen, und langsam unter ständigem Rühren zur Eiermasse geben. Die dünnflüssige Creme zurück in den Kochtopf schütten, ständig aber  langsam rühren und zum Kochen bringen. Wenn die Masse zum erstem mal aufploppt, vom Herd nehmen und noch ein bisschen weiter rühren, bis sie eindickt.

Abkühlen: Frischhaltefolie auf ein Backblech legen, die Creme darauf verstreichen und mit einer weiteren Lage Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Eine Stunde in den Kühlschrank stellen (hält auch ein paar Tage im Kühlschrank).

Erdbeeren: Die Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit einer Prise Zucker bestreuen, gut vermengen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen.

Sahne: Die Sahne nicht zu steif schlagen.

Zum Schluss: Die Konditorcreme mit dem Schneebesen glatt rühren, Sahne vorsichtig unterziehen. Die Vanillecreme abwechselnd mit den Erdbeeren in Gläser oder in eine Schüssel schichten und mindestens noch eine Stunde kühl stellen.

Lauch mit warmer Tomaten-Oliven-Vinaigrette

Für die Spargelhasser unter euch gibt’s heute eine Alternative. Und für alle, die sehnsüchtig auf Spargel aus der Region warten, eine prima Überbrückung: Lauch mit Vinaigrette. Die Franzosen lieben dieses einfache Gericht und ich auch.

Wie man die Vinaigrette rührt, ist eigentlich schnuppe. In die klassische Poireaux Vinaigrette kommen Dijonsenf und Kapern. Gut – bis auf die Kapern. In einigen Rezepten kommen klein gewürfelte gekochte Eier oder Parmesan obendrauf.

Ich mag zum Lauch gern eine herzhaft-kräftig-warme Vinaigrette mit getrockneten Tomaten und Oliven.

Lauch mit Vinaigrette ist in weniger als 20 Minuten fertig und man isst ihn am besten lauwarm mit ein paar Scheiben Brot. Falls etwas übrig bleiben sollte: Er schmeckt auch noch kalt am nächsten Tag.

Zutaten für zwei Portionen als Hauptspeise und für vier als Vorspeise: 4 Stangen Lauch, 40 g Oliven, 40 g getrocknete Tomaten, 100 ml Wasser, 4 EL Olivenöl, 2 EL Weißweinessig, 1 EL gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer, Zucker

Außerdem: Einen Kochtopf, eine Schüssel mit eiskaltem Wasser, Küchenpapier

Schnibbeln: Lauch putzen und die Stangen in ca. acht Zentimeter lange Stücke teilen, Oliven in Ringe schneiden, getrocknete Tomaten klein würfeln.

Vinaigrette: Oliven und Tomaten mit dem Wasser und je einer Prise Zucker und Salz aufkochen bis kaum noch Flüssigkeit vorhanden ist, Essig und Öl dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Kochen: Die Lauchstangen ca. zehn Minuten in Wasser kochen. Die äußeren Schichten sind dann schon leicht matschig, aber das gehört so.

Abschrecken: Den Lauch aus dem kochenden Wasser in eine Schüssel mit eiskaltem Wasser heben, dann das Wasser ausdrücken und den Lauch kurz auf Küchenpapier legen.

Finale: Lauchstangen längs halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf einen Teller legen. Mit der Vinaigrette übergießen. Gehackte Petersilie darüber streuen.

Karamellisierte Zwiebeln und Käsecreme Törtchen

Zwiebelkuchen gehört eigentlich zum Herbst. Aber diese Blätterteigtörtchen mit karamellisierten Zwiebeln passen in jede Jahreszeit.  Um richtig leckere, weiche, süße, karamellige Zwiebeln zu bekommen, braucht man mäßig Hitze und viel Zeit. Es dauert ungefähr 40 Minuten. Der Rest geht dann aber schnell. Und die Mühe lohnt sich – versprochen!

Die Käsecreme obendrauf  aus Blauschimmelkäse Crème fraîche kann man nach Lust und Laune variierten. Ziegenkäse, Brie oder geriebener Käse funktionieren genauso gut – einfach nehmen, was noch so im Kühlschrank liegt.

Zutaten für vier Törtchen

Karamellisierte Zwiebeln: 500g Zwiebeln, 3 EL Olivenöl, 1 Prise Salz, 1 gestrichenen EL Zucker, 3 EL Balsamico oder Rotweinessig
Käsecreme: 60 g Blauschimmelkäse, 60 g Crème fraîche, 1 gestrichenen TL Paprikapulver (scharf)
Törtchen: TK-Blätterteig, 1 Eigelb, schwarzer Pfeffer
Außerdem:
kleine Tarteförmchen (geht aber auch ohne), Backpinsel

Zuerst: Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden.

Karamellisieren: Zwiebeln mit 3 EL Olivenöl und einer Prise Salz bei mittlerer Hitze zunächst 20 Minuten braten. Immer wieder umrühren, damit nichts anbackt. Dann Zucker und Essig zugeben, gut vermengen, Hitze reduzieren und weitere 20 Minuten schmoren bis die Zwiebeln ganz weich und glänzend sind. Auch hier immer mal wieder umrühren.

Käsecreme: Den Blauschimmelkäse und das scharfe Paprikapulver mit einer Gabel zusammenkneten und dann mit dem Crème fraîche zu einer Creme glattrühren.

Ofen vorheizen: Ober- und  Unterhitze, 200 Grad

Blätterteig: Wenn die Zwiebeln ferig sind, den Blätterteig aus dem Eisfach nehmen und fünf Minuten antauen lassen. Dann in die Förmchen drücken.

TIPP: Wer keine Förmchen hat, knickt die Ränder der Teigplatten rundherum einen halben Zentimeter um.

Eigelb: Die Ränder der Törtchen dünn mit Eigelb bestreichen.

Füllen: Jeweils 2 EL Zwiebeln in die Mitte geben und 1 EL Käsecreme darauf setzen. Schwarzen Pfeffer darüber streuen.

Backen: 10 bis 15 Minuten backen bis der Blätterteig aufgegangen und gebräunt ist. Der Käse soll zerlaufen und leicht braun werden. Auch unter die Törtchen schauen, ob der Teig gebacken ist. Wenn nicht, noch mal zwei, drei Minuten mit Alufolie über den Törten fertig backen.

Puy-Linsensalat mit Dill-Vinaigrette nach Rachel Khoo

Seit einiger Zeit habe ich ein neues Lieblingskochbuch: Paris in meiner Küche von Rachel Khoo. Nicht, dass ich ständig daraus koche. Eher, dass ich ständig darin blättere und lese. Die Fotos sind schön schlicht und mit den kleinen Illustrationen zu jedem Kapitel kann man noch ein paar kulinarische Französisch-Vokabeln lernen.

Rachel Khoo ist eine super sympathische Britin, die seit fünf Jahren in Paris lebt und dort in ihrer winzigen Küche kocht. Ich mag ihre kleinen Geschichten zu den Rezepten und ich mag es, wie respektlos sie mit der französischen Küche umgeht und dennoch traditionelle Gerichte kocht.

Ein Gericht hat es mir angetan: Puy-Linsensalat mit Roter Bete und Feta (Ziegenkäse im Original). Die grünen Linsen aus Frankreich schmecken nussig und haben Biss, dazu cremiger Feta und Rote Bete. Genial ist die Dill-Vinaigrette  – und so schön grün. Das Rezept verdient die Kategorie “schnell und einfach”. Die Linsen müssen ungefähr 20 Minuten garen – viel mehr Zeit braucht man nicht.

Zutaten für Zwei als Hauptspeise oder für Vier als Vorspeise: 200g Puy-Linsen, 1 Lorbeerblatt, 1 Zweige Thymian, 1 Rote Bete , gekocht, 100-200g Feta, Salz, 1 getrocknete Chili (optional)
Für die Vinaigrette: 1 Bund  frischer Dill, 3 EL Weißweinessig, 3 EL Sonnenblumenöl, Salz, Zucker

Linsen garen: Die Linsen waschen. Ca. 500 ml Wasser (doppelt so viel Wasser wie das Volumen der Linsen ) mit Lorbeerblatt und Thymian aufkochen und die Linsen darin ca. 20 Minuten weich garen. Puy-Linsen zerfallen beim Kochen nicht.

Vinaigrette: Dill samt Stängeln mit Öl, Essig und je einer ordentlichen Prise Salz und Zucker im Mixer pürieren.

Rote Bete: Die vorgekochte Rote Bete in hauchdünne Scheiben schneiden und mit etwas Salz und Chili würzen.

Anrichten: Wenn die Linsen gar sind, abgießen und salzen. Lorbeerblatt und Thymian entfernen, auf eine große Platte geben oder auf  Teller verteilen, Rote-Bete-Scheiben darauf legen, Feta darüber bröseln und die Vinaigrette darüber träufeln.

Fürs Vorratsregal: Gewürzte eingekochte Orangenscheiben

Ich bin im Einkochfieber. Vorräte aus Gläsern finde ich einfach genial. Und das kleine Heftchen aus England (s. Ladies Delight) entpuppt sich als Schatzkiste – auch für die Wintersaison. “Spiced Orange Slices” habe ich jetzt ausprobiert, obwohl ich eigentlich Orangenmarmelade kochen wollte. Aber ich habe nirgendwo Bitterorangen (Seville) gefunden. Werden die in Deutschland überhaupt verkauft? Die gewürzten Orangenscheiben werden zum Glück aus ganz normalen Orangen gemacht. Bioqualität sollten sie haben, da sie mit Schale eingekocht werden.

Das Rezept sieht an Gewürzen Nelken, Zimt und Piment vor. Den Englischen Namen für Piment – Allspice – finde ich sehr passend. Es riecht tatsächlich nach vielem: Pfeffer, Muskat, Zimt. Mir gefällt zu Orange aber auch Vanille, deshalb habe ich eine Vanilleschote ergänzt und es nicht bereut.

 

Dieses Zwischendings aus Marmelade und Chutney herzustellen, ist zeitaufwändiger als Gelee oder Konfitüre zu kochen – aber ich finde es lohnt sich. Die meisten, die es probiert haben, fanden es sehr lecker. Aber wer Orangenmarmelade nicht ausstehen kann, hat an eingekochten Orangen erst recht keinen Spaß.

Im Rezeptheftchen steht, dass  “Spiced orange slices” besonders gut zu Schinken, gebratener Ente oder Schweinebraten passt. Das kann ich mir gut vorstellen. Da ich aber nicht so viel Fleisch esse, bin ich noch nicht in den Genuss gekommen und habe die Orangenscheiben statt dessen über Eis oder Quark gelegt und zu Schokokuchen gegessen – seeeehr lecker.

Zutaten für ca. 1 Liter: 6 Bio-Orangen, 300 ml Weißweinessig, 500 g Zucker, 8 Nelken, 1 Zimtstange, 1 TL Pimentkörner, 1 Vanilleschote

Außerdem: eine tiefe Pfanne, einen Schaumlöffel, ein Einfülltrichter für Marmelade ist praktisch und sterile Gläser, die insgesamt einen Liter fassen (am besten kleine Gläser nehmen, die Orangen sind sehr intensiv, man braucht nur wenig)

Zeit: insgesamt 3 Stunden, davon 1,5 Stunden Kochzeit

Zuerst: Orangen waschen, abtrocknen und in ganz dünne Scheiben schneiden. Man kann ganze oder halbe Scheiben machen. Die ganzen sehen zwar schöner aus, aber die halben lassen sich besser in Gläser füllen.

Köcheln 1: Die Orangenscheiben in eine tiefe Pfanne geben, mit Wasser bedecken, aufkochen, Hitze reduzieren und eine Stunde mit offenem Deckel auf niedriger Flamme leise köcheln lassen bis die Schale weich ist.

Würzen: Mit einem Schaumlöffel die Orangen herausheben und zur Seite stellen. Zu dem verbleibenden Sud den Essig, Zucker, Zimtstange, Pimentkörner und Nelken  dazugeben. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen und zusammen mit der Schote in den Sud geben.

Köcheln 2: Erst langsam erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat; dann zum Kochen bringen, die Orangenscheiben zugeben, die Hitze wieder reduzieren und noch mal 30 Minuten köcheln lassen.

Gläser sterilisieren: Backofen auf 100 Grad stellen, Gläser spülen und dann zum Trocknen in den Backofen stellen

Einfüllen: Orangenscheiben wieder mit dem Schaumlöffel aus dem Sud heben und in die warmen Gläser füllen.

Reduzieren:  Zimtstange und  Vanilleschote herausnehmen, den Sud schnell zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten zu einem Sirup reduzieren.

Auffüllen: Den Sirup über die Orangenscheiben gießen und die Gläser dann fest verschließen.

Ladies Delight – sauer eingelegtes Obst und Gemüse aus dem 17. Jahrhundert

In einem kleinen Rezeptheft über Eingemachtes aus den Cotswolds in England habe ich ein Rezept für Pickles aus dem 17, Jahrhundert gefunden – Ladies Delight. Das klang so schön und Pickles mag ich sowieso – also habe ich es ausprobiert.

Pickles selber zu machen ist ganz einfach und das Prinzip ist immer gleich: Rohes Obst und Gemüse wird mit einem heißen Sud aus Essig und Gewürzen übergossen. Abgefüllt in sterile Gläser und gegebenenfalls noch mal eingekocht halten sich die Pickels dann ewig und man hat immer was Leckeres für aufs Brot oder zu gekochtem / gegrilltem Fleisch.

Beim Ladies Delight kommt außer den Trockenfrüchten keine Süße hinzu – man sollte also beim Essig einen milden auswählen. Meiner war ein bisschen zu heftig – beim nächsten mal strecke ich ihn mit Apfelsaft oder mische Weißweinessig mit Apfelessig.

Zutaten für eine kleine Portion: 1 Apfel, 1 große rote Zwiebel, 1 frische rote Chili, 2 getrocknete Feigen oder 2 EL Rosinen, 250 ml hellen Essig, 1 TL Salz

Zuerst: den Apfel  und die getrockneten Feigen in kleine Stücke, Zwiebel und Chili in feine Streifen schneiden – alles in einer Schüssel vermischen

Sud kochen: Essig und Salz aufkochen und über die klein geschnittenen Zutaten schütten – alles gut vermischen und abdecken.

Abkühlen: Am besten über Nacht abkühlen lassen und dann entweder in sterile Gläser füllen oder gleich aufessen.

Blitzschnelle Broccolisuppe

Diese Suppe mag ich besonders gern. Sie ist in einer halben Stunde auf dem Teller und lässt sie sich gut variieren. Ich esse sie manchmal mehrere Tage hintereinander ohne mich zu langweilen. Die Lieblingsvariante zur Zeit: mit kurzen Nudeln drin und mit Feta drauf.

Zutaten (für vier Portionen): 750 g Broccoli (inkl. Stiel), 1 Zwiebel, 1 Stange Sellerie, 150 g saure Sahne oder Crème fraîche, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat und Öl zum anbraten. Optional: ca. 150 g kurze hohle Mininudeln und  Feta.

Küchengeräte: mittelgroßer Topf mit Deckel, Stabmixer, die Nudeln brauchen einen eigenen Topf

Zuerst: Broccoli waschen und zerteilen, den Stiel nicht wegwerfen, sondern schälen und in Stücke schneiden, Zwiebel und Selleriestange klein würfeln

Anbraten: Zwiebeln und Sellerie bei mittlerer Hitze in etwas Öl anbraten. Dann den Broccoli dazugeben und kurz unter rühren mitbraten

Kochen: Wasser angießen, dass der Broccoli gerade eben bedeckt ist. Einen gestrichenen TL Salz dazugeben, Deckel drauf  und 15 Minuten köcheln lassen

Kochen II: Nudeln in einem extra Topf bissfest kochen, abgießen und beiseite stellen.

Mixen: Wenn der Broccoli weich ist, mit dem Stabmixer pürieren und die Saure Sahne / den Crème fraîche unterheben. Wenn die Suppe zu dickflüssig ist, Wasser angießen.

Würzen: Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Muskat abschmecken.

Nudeln rein: Die gekochten Nudeln in die fertige Suppe geben und bei geschlossenem Deckel fünf Minuten ziehen lassen, in Schalen füllen und mit Feta garnieren.

Varianten: mit gerösteten Brotwürfeln und / oder Kürbiskernen, mit Käsecroutons, mit Kokosmilch statt Saurer Sahne, Chili und Gambasspieß

Kürbisketchup süß und sauer – Happy Halloween

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Die erste Portion Kürbisketchup ist aus einer misslungenen Portion Kürbisspalten aus dem Ofen entstanden. Ich hatte zur Abwechslung mal Muskatkürbis statt Butternut oder Hokkaido für die gerösteten Spalten verwendet. Und er ist mir Ofen zu Brei verkocht.

Da ich Essen nicht gerne wegwerfe, habe ich den viel zu weichen Kürbis zusammen mit Weißweinessig und Zucker im Blender ganz fein püriert und mit Salz und Zucker abgeschmeckt.

Seitdem habe ich Kürbisketchup schon zu Pommes, Ofenkartoffeln, Käse, Hähnchen und zu grober Bratwurst gegessen. Fand ich alles wunderbar. Ich mags sogar auf Frischkäsebroten. Die Sauce fand  bei Freunden großen Anklang. Aber meinen ersten Testesser, ein ausgesprochener Tomatenketchup-Fan, konnte ich für diese leicht nach Zimt und Ingwer schmeckende Variante nicht begeistern.

Vermutlich kann man den Kürbis auch einfach würfeln und im Topf kochen, Aber ich bleibe der Zufallsmethode treu: Kürbis zusammen mit Gewürzen im Ofen garen, bis er ganz weich ist. Dann zu Ketchup weiterverarbeiten.

Für längere Haltbarkeit habe ich sterile Gläser benutzt und die pürierte Masse noch mal kurz aufkochen lassen und dann heiß eingefüllt. Ich hoffe, der Ketchup hält so ein paar Monate.

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Zutaten für ungefähr 1,2 Liter Ketchup: ca. 1 Kilo Muskatkürbis (schon geschält), 2-3 EL Sojasauce, 2 EL Olivenöl, 1 TL Zimt, ein großes Stück Ingwer (etwa so groß wie zwei Walnüsse), wers scharf mag -  1 bis 2 rote frische Chilischoten,  200 ml Weißweinessig, 2-4 EL Zucker (nach Geschmack), Salz

Zuerst: Kürbis schälen, klein schneiden, würzen und  im Ofen weichgaren – so wie hier beschrieben. (Dauert ca. 40 Minuten)

Mixen: Im Blender zusammen mit dem Essig  fein pürieren – eventuell noch so viel Wasser dazugeben, bis die Konsistenz stimmt. Je nach Fassungsvermögen des Blenders, in mehreren Portionen pürieren

Aufkochen: Ketchup in einen großen Topf geben, mit Zucker und Salz abschmecken und aufkochen lassen

Abfüllen: In sterile Flaschen und Gläser am besten mit einem Einkochtrichter heiß einfüllen und fest verschließen

Gläser sterilisieren geht so: Entweder gut gespülte Gläser und Deckel bei 100 °C 10 Minuten in den Backofen stellen oder in einem großen Topf Wasser 10 Minuten auskochen.

Ach so: weils so schön orange ist, nehme ich auf den letzten Drücker noch mal am Cookbook of Colors-Event im Oktober bei Uwe teil.

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Aioli ohne Ei – schnell und lecker

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Aioli ohne Ei? Das soll funktionieren? Ja. Statt Ei kommt Milch in die Mayo. Und man braucht einen Stabmixer.

Mein erster Versuch hat allerdings nicht geschmeckt. Zum einen, weil fünf Knoblauchzehen too much waren. Aber noch viel wichtiger: Ich dachte, für leckere Aioli nehme ich das feinste Olivenöl. Leider wird kaltgepresstes Öl durch schnelles Aufschlagen mit dem Mixer bitter. Eigentlich kenne ich das ja vom Pesto …

Mit einfachem Raps- oder Sonnenblumenöl schmeckt die Knoblauchmayo aber perfekt. Ich nehme mal groben, mal feinen Senf – passt beides gut.

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Zutaten für eine kleine Portion (bei Bedarf verdoppeln): 50 ml Milch, 125 ml einfaches Öl (KEIN extra natives Olivenöl), 1 TL Senf, 1 Prise Salz, 1 kleine Knoblauchzehe Und sonst? Einen Stabmixer

Zuerst: Milch, Salz. Knoblauch und Senf in ein hohes Gefäß geben

Mixen: Zutaten mit dem Stabmixer verquirlen und das Öl bei eingeschaltetem Mixer langsam dazulaufen lassen. Genau dann, wenn man denkt “Mist, das gibt nix mehr”, noch einen Schluck Öl eingießen. Dann wird aus den Zutaten eine cremige Mayonaise.

Butternut Kürbis mit Zimt, Ingwer und Chili

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Wow, schmeckt das gut: Butternutkürbis gewürzt mit Zimt, Sojasoße, Chili und Ingwer, im Ofen gebacken. Ich konnte mir schon vorstellen, dass die Kombination gut ist. Und dann hat sie mir so gut geschmeckt, dass ich den ganzen Kürbis allein aufgegessen habe. Obendrauf noch Schafskäse und Koriandergrün. Jetzt fühle ich mich warm, sofaschwer und ich glaube ich brauche einen Espresso, oder einen Schnaps – am besten beides.

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Zutaten: Butternutkürbis, rote und grüne Chilischoten, frischer Ingwer, gemahlener Zimt, Sojasauce, Olivenöl, Zitrone

Für Obendrauf: frischer Koriander und  Schafskäse

Küchenzeug: Backblech, Backpapier, große Schüssel, Messer

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Zuerst: Backofen auf 200 °C vorheizen

Schneiden: Kürbis teilen, Kerne entfernen, in Spalten schneiden und schälen; Ingwer, ca. ein walnussgroßes Stück, klein hacken, Chilis, eine für wenig scharf, drei für ordentlich scharf, in Ringe schneiden

Würzen: Alles in eine große Schüssel geben, mit Zimt bestäuben  (1-2 TL), 2-3 EL Sojasoße, 3-5 EL Olivenöl; alles gut mischen

Backen: Die gewürzten Kürbisspalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen und in den vorgeheizten Ofen schieben, je nach Dicke der Spalten 20 bis 30 Minuten backen. Der Kürbis sollte bräunen und butterweich werden.

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Essen: gebackene Kürbisspalten mit etwas Zitronensaft beträufeln, auf  Teller verteilen,  Schafskäse und gehackte Korianderblättchen darüber geben.

Das Rezept reiche ich ein bei Uwes wunderbarem Cookbook of Colors.

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