Lagergemüse trifft Frisches vom Feld: Ringelbeete-Spinat-Linsen-Salat

Manche Kochbücher passen einfach perfekt zur Solawi (Solidarische Landwirtschaft) oder viel mehr zum Gemüse, das wir jede Woche frisch vom Feld bekommen.

  • die vegetarischen Kochbücher von Yotam Ottolenghi: Sie sind eine Fundgrube für ungewöhnliche Kombinationen
  • der herrlich dicke Schinken „Tender“ von Nigel Slater: Er ist praktischerweise nach Gemüsesorten sortiert, wunderschön geschrieben und die Rezepte sind meist schnell und einfach.
  • alle Bücher aus der länderspezifischenVegetarisch-Reihe im Brandstätter-Verlag, die Katharina Seiser herausgibt. Bisher erschienen sind Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Türkei und USA vegetarisch. Die Rezepte sind sorgfältig recherchiert und man gewinnt einen guten Eindruck der jeweiligen Länderküche jenseits der Fleischgerichte. Sie sind nach Jahreszeiten sortiert, einfach nachzukochen mit sehr zuverlässigen Angaben und Beschreibungen

Wir sind am Wochenende  bei Ottolenghi fündig geworden: In unserem Kühlschrank lagen noch die letzten Lagergemüse: Ringelbeete. Der aktuelle Ernteanteil hat Spinat gebracht und Kresse. Das Buch „Plenty more“ – „Vegetarische Köstlichkeiten“  hatte passend dazu einen Linsensalat mit gegarten und rohen Ringelbeeten, Spinat und Wasserkresse (die wir durch Kresse ersetzt haben) – alles überzogen von einem Zitrusdressing. Wir hatten leider keinen Yuzu-Saft. Aber auch die Kombi aus Zitrone und Limette schmeckt toll. Die Kombination aus roh und gegart, knackig und weich, herzhaft und frisch hat prima funktioniert. Jetzt sind wir ein bisschen traurig, dass es erst mal keine Ringelbeeten mehr gibt.

Zutaten:

  • 750 g Ringelbeete (oder andere)
  • Salz und Pfeffer
  • 225 g kleine Linsen (Puy, Beluge, Berg)
  • 1-2 EL Yuzu-Saft (oder Limettensaft als Ersatz)
  • 50 ml Olivenöl plus etwas mehr für zum Schluss
  • 1 kleine rote Zwiebel, in dünne Streifen geschnitten
  • 2 TL Ahornsirup
  • 1½ EL Zitronensaft
  • 40 g Wasserkresse (Ersatz: ein Schälchen Gartenkresse)
  • 40 g junge Spinatblätter
  • 1 TL Yuzu Pulver (optional, gibts im Asialaden)

Zuerst: Ofen auf 220 °C vorheizen. Die Ringelbeete schälen und ca. ein Viertel roh in hauchdünne Scheiben hobeln und beiseite stellen. Die restlichen Beete in mundgerechte Stücke schneiden, mit einem EL Olivenöl , Salz und Pfeffer vermengen und  ca. 30-45 Minuten im Ofen weich garen und abkühlen lassen. Ottolenghi kocht die Beten etwa eine stunde in Wasser und schält sie dann – ich mag sie gebacken lieber.

Linsen kochen: Linsen in einem kleinen Topf mit reichlich Wasser aufkochen und bei kleiner Hitze mit Deckel etwa 15-20 Minuten „al dente“ garen. Abgießen, in eine Schüssel geben und noch heiß mit je ein bis zwei Esslöffeln Yuzu/Limettensaft vermischen, salzen und pfeffern. Abkühlen lassen.

Salat bauen: Das verbleibende Öl, Ahornsirup und Zitronensaft unter die Linsen mischen, die gegearten Beete unterheben, ggf. nachwürzen.  Spinatblätter, gehobelte rohe Ringelbeete und Kresse darüber geben. Wer hat, bestreut das Ganze mit Yuzu-Pulver und träufelt ein paar Spritzer Olivenöl darüber. Der Salat schmeckt sowohl mit lauwarmen als auch mit ganz ausgekühlten Linsen und Beeten.

Übervaleska