Mitgebracht aus Apulien: Orecchiette – Öhrchennudeln

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Ganz und gar wunderbar war der Urlaub in Süditalien, in der Region Puglia

  • Sonne: vieeeeel
  • Meer: 24 Grad
  • Essen: seufz
  • Wein: auch vieeeel (und gut)
  • Menschen: sehr hilfsbereit und aufgeschlossen

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Mitgebracht haben wir die Nationalpasta Apuliens – Orecchiette. Für eine kleine Portion war noch Platz im Rucksack. Ich hätte soooo gern auch noch ein paar Kansister Olivenöl und Wein mitgenommen, aber da war nix zu machen.

Die kleinen Nudelöhrchen sind Wahrzeichen der Stadt Bari – übrigens eine sehr angenehme Stadt, in der man nach Touristen suchen muss und schlicht das ganz normale süditalienische Leben stattfindet.

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In zwei schmalen Gassen der Altstadt, Bari vecchia, formen Frauen jeden Alters tagaus, tagein Orecchiette. Sie produzieren für den eigenen Kochtopf und beliefern die örtliche Gastronomie. Straßenverkauf ist auch möglich aber nicht in erster Linie vorgesehen. Die Frauen sitzen an kleinen Tischen vor ihren mit Tüchern verhangenen Wohnungen, quatschen, lachen und schneiden ganz nebenbei und ohne hinzuschauen kleine Stücke von langen Nudelteigrollen ab. Mit einem gezackten Messer werden die Stücke dann in die Öhrchenform gestrichen und auf ein großes Siebbrett zum Trocknen geschnippt.

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Der Teig besteht nur auch Hartweizengrieß (semola di grano duro), Wasser und Salz.  Traditionell werden die Orecchiette entweder schlicht mit Tomatensugo serviert oder mit Cime di Rape – Stängelkohl bei uns auch Rübstiel oder Stielmus genannt.

Ich habe mir Hartweizengrieß gekauft und werde die Tage in Produktion gehen. Den Frauen aus den Orecchiettegassen in Bari habe ich aufmerksam zugeschaut. Im Prinzip weiß ich wie es geht, aber ich brauche wohl Geduld und Zeit – bin gespannt und werde berichten.

Übervaleska