Prost Neujahr!

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Gute Vorsätze sind nichts für mich. Ich finde zwar ganz schnell ganz viele. Aber schon im ersten Anlauf halte ich sie nicht ein. Deshalb kommt mein Neujahrsgruß an alle da draußen auch mit 15-tägiger Verspätung. Aber wie Lee Buddah so schön groovt „Mama sagt, besser spät als nie“:

Frohes neues Jahr – möge der Genuss mit euch sein!

Im letzten Jahr habe ich nicht besondes viel an dieser Stelle geschrieben. Dafür mehr woanders. Zum Beispiel im Magazin fairkehr darüber, warum Markus und ich bei der Solidarischen Landwirtschaft in Bonn mitmachen. Oder bei der Fachzeitschrift B&B Agrar über gute Ideen, Konzepte und Erfindungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Oder für die Zeitung Protestant über die Flucht eines jungen Syrers.

Aber zurück zur Solawi: Wir sind ganz begeistert von dem Konzept und machen auch in diesem Jahr weiter mit. Das heißt, dass wir jede Woche Gemüse abholen, das auf den Solawi-Äckern rund um Bonn wächst. Saisonaler und regionaler gehts nur mit eigenem Garten. Ökologisch wirtschaften unsere Landwirte noch dazu.

Und – tadaaa: Jetzt kommt doch noch ein guter Vorsatz für 2016: Ich möchte hier jeden Monat kurz auflisten, was an Gemüse auf heimischen Äckern wächst, was wir daraus am liebsten kochen, wenn es zeitlich passt auch mit Rezept.

Die Liste mit Gemüse und Kräutern, die gerade bei uns Saison haben, findet ihr ab jetzt immer rechts oben.

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Aus Wirsing und Rotkohl haben wir schon mehrfach einen genialen Salat von Yotam Ottolenghi gemacht. Das Rezept stammt aus dem Buch „Plenty“ (auf Deutsch „genussvoll vegetarisch“). Ottolenghis Bücher passen überhaupt hervorragend zu den Solawi-Ernteanteilen (oder auch zu einer Gemüsekiste). Er hat für jedes Gemüse einen Twist, so dass einem auch der fünfte Kohlkopf nicht langweilig wird. Wir haben mit Beitritt in die Solawi den „Ottolenghi Friday“ eingeführt. Donnerstags holen wir unseren Ernteanteil ab, schauen, welches Ottolenghi-Rezept passt und kochen das freitags.

Aber es kommen auch tolle Tipps von den anderen Solawistas, zum Beispiel Pesto aus Fenchelgrün. Dazu muss man wissen, dass mit Fenchelgrün nicht die drei grünen Federchen an den Supermarktknollen gemeint ist. Das Fenchelkraut über der Knolle steht auf dem Acker gut 30 cm hoch, wächst buschig und sieht ähnlich aus wie Dill. Das Pesto mache ich mit im Stabmixer zerkleinerten Fenchelgrün (ohne die großen Stiele), gerösteten gemahlenen Mandeln, einem Spritzer Zitrone, wenig Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl oder Rapsöl. Mit Öl bedeckt hält es sich mehrere Wochen im Kühlschrank. Parmesan hobele ich erst über die fertigen Pestonudeln.

Übervaleska

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