Skandal: Antibiotika in fast jedem Hähnchen

antibiotika_huhn

Eine neue Studie belegt: Der Antibiotikaeinsatz in konventionellen Geflügelbetrieben ist die Regel. Über 96 Prozent der Hähnchen, die in NRW gemästet werden, bekommen Antibiotika.

Gefährlich sind Antibiotika im Hühnerstall deshalb, weil multiresistente Keime entstehen können, also Krankheitserreger, gegen die dann kein Kraut mehr gewachsen ist wie zum Beispiel der berüchtigte „Krankenhauskeim“ MRSA.

Fazit des grünen NRW-Verbraucherschutzministers Johannes Remmel: „Entweder es handelt sich um Wachstumsdoping – was seit 2006 europaweit verboten ist. Oder aber das System der Hähnchenmast ist derart anfällig für Krankheiten, das es ohne Antibiotika nicht mehr auskommt. Wenn es aber nur noch mit Antibiotika geht, dann ist für mich klar: Diese Art von Massentierhaltung wird aus rechtlicher und ethischer Sicht keinen Bestand haben können!“

Die deutsche Geflügelwirtschaft hat auf die Studie reagiert und sich laut Pressemitteilung „auf die Zielvereinbarung verständigt, durch Verbesserungen im Tierhaltungsmanagement den Antibiotikaeinsatz in den kommenden fünf Jahren um 30 Prozent zu verringern.“

Ich finde, das reicht nicht!

Übrigens: Die getesteten Bio-Betriebe waren „clean“, so das NRW-Verbraucherministerium.

Infos: Antibiotika-Studie

Übervaleska

4 comments

  1. Kennst du foodwatch? Find ich ne gute Sache, die ich unterstütze. Und ich kauf viel Bio oder eben dort, wo ich weiß, was ich bekomm. Wenn ich in meinem Freundeskreis erzähle, wie ich darauf achte, was ich esse, bekomme ich oft zu hören: „Aber das ist doch so teuer.“ Traurig, oder? Aber ich mach weiter…
    Ich find deinen Blog echt schön und vor allem lecker.
    LG und ein schönes Wochenende!

    1. @Sabrina: ja traurig – halte durch 🙂 Foodwatch kenne ich – finde ich auch gut. Freut mich, dass dir mein Blog gefällt!

  2. Da wird einem ja schlecht. Ich kaufe mein Fleisch schon länger nur noch beim Metzger, da weiß ich wo es herkommt. Mir ist egal, wenn es dadurch etwas mehr kostet, Hauptsache ich kann mit gutem Gewissen – vor allem meiner Gesundheit gegenüber – essen. Ich verstehe nicht, wie viele Menschen immer nur das billigste kaufen und keinen Qualitätsanspruch haben.
    Aber was kann man tun?

    LG, Sabrina

    1. @ Sabrina: Tja, was kann man tun? Darüber lesen, sprechen und schreiben und gute Lebensmittelproduzenten unterstützen. Mehr fällt mir nicht ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte Rechenaufgabe lösen: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.