Törchen Nummer 20: selbst gemachte Schokotrüffel

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Braucht jemand noch ein Weihnachtsgeschenk auf den letzten Drücker? Schokotrüffel sind recht schnell gemacht und die Verpackung im Bild gibt’s zum nachbasteln auf dem Blog von Schwesterherz S. DesignIT.

Das Grundrezept für die Trüffel hat Schwesterherz S. in „Das Paris-Kochbuch: Kulinarische Weltreise durch die Quartiere“ gefunden. Ergänzen kann man die Schokomasse mit allem, wozu man Lust hat: Liköre, getrocknete Früchte, geröstete Nüsse, Gewürze. Ich habe bisher vier verschiedene Variationen ausprobiert. Meersalz-Chili, gebrannte Mandeln-Amaretto, Sauerkirsch-Kaffee und Limone-Pinienkerne.

Grundrezept (reicht für ca. drei Päckchen): 100 g Schokolade, 50 g Sahne, 1/2 Vanilleschote, 1 EL Butter, Kakaopulver (in das man die Trüffel zum Schluss wälzt) Am besten macht man gleich die doppelte oder vierfache Menge.

Was man sonst noch braucht: Backpapier, mittelgroße rechteckige Auflaufformen oder Kastenbackformen

Zuerst: sollten die Dreingaben vorbereitet werden. Also Nüsse rösten und fein hacken, Liköre und Gewürze bereitstellen, Trockenfrüchte klein schneiden, Zitrusschalen abreiben.

Die Schokolade: Ihr wisst ja, dass ich eine Verfechterin von fair gehandelter Schokolade bin. Meine Trüffel habe ich mit Schokolade von GEPA gemacht (85 % und 70%). Ich bin sehr zufrieden mir dem Ergebnis, würde beim nächsten mal aber ausschließlich 70-Prozentige nehmen.  Die andere ist doch seeehr bitter. Sicher schmecken die Trüffel auch mit Vollmilch- oder weißer Schokolade, das habe ich aber noch  nicht ausprobiert.

So geht’s: Schokolade grob hacken, Vanilleschote aufschlitzen und Mark auskratzen, Butter an einen warmen Ort stellen, weil sie richtig schön weich sein soll. Die Sahne mit dem Vanillemark aufkochen, zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Dann die Schokolade und die Butter dazugeben. Alles so lange mit einer Gabel verrühren, bis Butter und Schokolade aufgelöst sind und die Masse schön glänzt. Es kommt vor, dass sich Öl absetzt und die Masse wie geronnen ausschaut. Dann war die Sahne noch zu heiß. Ist aber kein Problem – einfach etwas abkühlen lassen und mit viel Geduld so lange rühren, bis sich wieder alles miteinander verbunden hat.Dann die weiteren Zutaten einrühren.

Kalt stellen: Masse in mit Backpapier ausgelegte, rechteckige Gefäße füllen und kalt stellen, bis sie fest ist. Für eine Portion eignet sich eine Kastenbackform gut.

Trüffel schneiden: Ist die Masse kalt und fest, muss alles sehr schnell gehen. Am besten schneidet man die Trüffel in einem nicht all zu warmen Raum. Mit dem Backpapier aus der Form heben, in Würfel schneiden – nicht zu groß – und sofort in eine Schüssel mit Kakaopulver geben. Ich habe immer eine Portion komplett geschnitten, die Würfel in die Kakaoschüssel gelegt und zum Schluss alles in ein Sieb geschüttet und den überschüssigen Kakao abgeschüttelt, dann ist alles gut umhüllt. Vor dem Verteilen in die Päckchen, Schokotrüffel noch mal in den Kühlschrank stellen – sie werden sehr schnell weich.

Haltbarkeit: Im Kühlschrank gelagert, schmecken die Schokotrüffel vier bis sechs Wochen.

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Dreingaben: Ich habe gleich die vierfache Menge gemacht, die Masse in vier Töpfchen verteilt und dann die weitern Zutaten eingerührt. Die Menge ist schwer anzugeben – das ist ja auch Geschmacksache. Aber ich versuch’s mal:

Chili und Meersalz: Eine Prise Fleur de Sel und eine zermörserte kleine getrocknete Chili pro Portion. Ich habe beim ersten Versuch zu viel Salz genommen. Die fertigen Trüffel waren regelrecht versalzen. War aber nicht weiter tragisch. Ich habe noch mal eine Portion Grundmasse gemacht und die salzigen Trüffel mit eingeschmolzen. Danach waren sie genau richtig.

Limone-Pinienkerne: 40 g Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und hacken. Die fein abgeriebene Schale einer Zitrone dazugeben und vermischen – reicht für zwei Portionen Grundmasse.

Gebrannte Mandeln-Amaretto: eine Hand voll gehackte Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten, einen EL Zucker über die heißen Mandeln streuen und mit einem Holzlöffel gut verrühren. Gebrannte Mandeln abkühlen lassen und  mit drei EL Amaretto vermischen – reicht für eine Portion Trüffelmasse.

Sauerkirsch-Kaffee: Für eine Portioen ca. zehn getrocknete Sauerkirschen klein würfeln und mit zwei EL Espresso vermischen. (Hier ist mir die Masse auch geronnen, vermutlich wegen der Säure – ich habe sie trotzdem weiterverarbeitet und sie schmeckt. Würde beim nächsten Mal aber vermutlich getrocknete Süßkirschen nehmen)

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Die Verpackung selber zu machen, ist etwas Bastelarbeit. Anleitung bei DesignIT - einfach auf's Bild klicken.

Übervaleska

4 comments

  1. Ich muss jetzt mal eine ganz doofe Frage stellen… Ich finde diese selbstgemachten Verpackungen einfach genial, aber wie genau stelle ich das denn an? Die Vorlage ist doch so klein und ich kann sie zwar in einem Word Dokument vergrößern, aber das ist ja dann auch nicht wirklich groß…

    1. @ Veronika: doofe Fragen gibt es nicht 🙂 Wenn du bei DesignIt auf die Bastelanleitung klickst, erscheint eine größere Version. Diese mit „rechte Maustaste speichern unter“ auf deinen Rechner speichern. Dann das jpg öffnen und auf DinA4 quer (am besten glänzendes Fotopapier oder dünne Pappe nehmen) ausdrucken. Ich schau mal, ob ich noch ein pdf habe, das ich dir schicken kann.

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