Be a fool, Stachelbeerkompott

Wenn Briten pürierte Früchte unter Sahne heben, nennen sie das fool. Das Dessert ist weder albern, noch halten englische Gastgeber damit ihre Gäste zum Narren. Wahrscheinlich stammt der Name fool vom französischen  fouler, das heißt zerstampfen. Mit Beeren schmeckt fool toll – am besten mit roten Stachelbeeren oder mit Jostabeeren, falls jemand einen solchen Strauch im Garten stehen hat.

Himbeeren oder Erdbeeren machen sich natürlich auch immer gut unter Sahne, man mischt sie aber roh zerstampft darunter. Die Stachelbeeren kochen dagegen zu Kompott, kühlen ab und dürfen danach erst zerstampft  in die Sahne.

Und so geht’s:

Zutaten: 500 g Stachelbeeren, 3 Esslöffel Zucker (mehr oder weniger je nach Geschmack), 1-2 Esslöffel Wasser oder roten Dessertwein/Port/Sherry, 400 g Schlagsahne

Zuerst: Stiele und Blütenansätze der Stachelbeeren entfernen – bei den Briten heißt das „top and tail the gooseberrys“ – schön, oder?

Köcheln: Stachelbeeren, Zucker und 1-2 EL Flüssigkeit  in einer Pfanne oder einem Topf mit großem Durchmesser zum Kochen bringen. Bei geschlossenem Deckel und niedriger Hitze zehn Minuten köcheln lassen.

Abkühlen: Geduld! Den Deckel abnehmen, Herd ausschalten und eine halbe Stunde warten. Das Kompott sollte kalt sein, bevor die Sahne ins Spiel kommt.

Zerstampfen: Die Stachelbeeren entweder mit einer Gabel zerdrücken oder vorsichtig mit dem Stabmixer zerkleinern. Es sollte keinesfalls die Konsistenz eines Smoothies bekommen.

Fool machen: Sahne nicht zu steif schlagen und das Stachelbeerkompott unterheben.

Auf Vorrat: Wer Stachelbeeren im Garten hat, kann auch große Mengen Kompott machen und entweder einfrieren oder noch heiß in Einmachgläser füllen und einkochen (ca. 30 Minuten bei knapp siedendem Wasser)  – dann hält es sich über den Winter. Stachelbeeren lassen sich auch gut im Ganzen einfrieren. Dann aber Stiele und Blütenansätze daran lassen, damit sie nicht zu matschig werden.

 

Übervaleska

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