Rheinische Mutzen – Alaaf!

Ohne Fettgebackenes kein Karneval. Ich freue mich jetzt schon auf den ersten gefüllten Berliner (Johannisbeermarmelade!) zum Frühstück am Donnerstag (Weiberfastnacht). Eigentlich lasse ich gern die Bonner Bäcker für mich frittieren. Aber Mutzen wollte ich schon immer mal selber machen. Also nicht die Mutzenmandeln, sondern Mutzen – die sind rautenförmig, flach und knusprig statt fluffig. In Köln findet man sie überall in den Bäckereien. In Bonn habe ich sie bisher nur beim Traditionsbäcker Schmitz in Schwarzrheindorf gefunden. Rgeinische Mutzen brauchen, laut Aufdruck von Schmitz, nur mehl, Eigelb, Eier, Puderzucker  – und einen kleinen Schuss echten Rum. Ein passendes Rezept mit kurzer Zutatenliste habe ich nur bei Dr Oetker gefunden. Die nehmen aber ganze Eier, kein extra Eigelb und es kommt Backpulver in den Teig.

Die Mutzen  waren – vor allem noch warm – sehr lecker. Aber leider doch eher fluffig und nicht so knusprig wie die vom Bäcker und auch nicht so flach. Beim nächsten Mal versuche ich es mit zusätzlichem Eigelb, lasse das Backpulver weg und rolle den Teig noch ein bisschen dünner aus. Falls es überhaupt ein nächstes Mal gibt – frittieren zu Hause ist ja so ne Sache.

Zutaten: 250 g Weizenmehl, 1 TL Backpulver, 40 g Puderzucker plus Puderzucker zum bestreuen, 1 EL Vanillezucker, 2 Eier, 1 EL Rum,  1 Prise Salz

Außerdem: Frittierfett (z. B. 1 Liter Erdnussöl), Topf, Schaumlöffel, Papiertücher

Zuerst der Teig: Eier, Puderzucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren. Mehl und Backpulver zwei mal sieben und zusammen mit dem Rum unter die Masse rühren und zu einem Teig verkneten. Teig eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Ausrollen: Den Teig auf einer bemehlten Fläche sehr dünn ausrollen und in Rauten schneiden.

Frittieren: Das Fett in einem Topf heiß werden lassen. Es ist heiß genug, wenn an einem eingetauchten Holzlöffel Bläschen aufsteigen. Dann am besten die Hitze auf halbe Kraft drehen, damit das Fett nicht zu heiß wird. Die Teigrauten portionsweise ins heiße Fett geben und schwimmend ausbacken. Die Mutzen mit dem Schaumlöffel einmal wenden, damit beide Seiten goldbraun werden. Das dauert pro Seite zwischen einer und zwei Minuten.

Zum Schluss: Mutzen mit dem Schaumlöffel aus dem Öl heben und auf Papiertüchern abtropfen lassen. Dann mit Puderzucker bestäuben und am besten noch warm essen.

Übervaleska

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