Fürs Vorratsregal: Gewürzte eingekochte Orangenscheiben

Ich bin im Einkochfieber. Vorräte aus Gläsern finde ich einfach genial. Und das kleine Heftchen aus England (s. Ladies Delight) entpuppt sich als Schatzkiste – auch für die Wintersaison. “Spiced Orange Slices” habe ich jetzt ausprobiert, obwohl ich eigentlich Orangenmarmelade kochen wollte. Aber ich habe nirgendwo Bitterorangen (Seville) gefunden. Werden die in Deutschland überhaupt verkauft? Die gewürzten Orangenscheiben werden zum Glück aus ganz normalen Orangen gemacht. Bioqualität sollten sie haben, da sie mit Schale eingekocht werden.

Das Rezept sieht an Gewürzen Nelken, Zimt und Piment vor. Den Englischen Namen für Piment – Allspice – finde ich sehr passend. Es riecht tatsächlich nach vielem: Pfeffer, Muskat, Zimt. Mir gefällt zu Orange aber auch Vanille, deshalb habe ich eine Vanilleschote ergänzt und es nicht bereut.

 

Dieses Zwischendings aus Marmelade und Chutney herzustellen, ist zeitaufwändiger als Gelee oder Konfitüre zu kochen – aber ich finde es lohnt sich. Die meisten, die es probiert haben, fanden es sehr lecker. Aber wer Orangenmarmelade nicht ausstehen kann, hat an eingekochten Orangen erst recht keinen Spaß.

Im Rezeptheftchen steht, dass  “Spiced orange slices” besonders gut zu Schinken, gebratener Ente oder Schweinebraten passt. Das kann ich mir gut vorstellen. Da ich aber nicht so viel Fleisch esse, bin ich noch nicht in den Genuss gekommen und habe die Orangenscheiben statt dessen über Eis oder Quark gelegt und zu Schokokuchen gegessen – seeeehr lecker.

Zutaten für ca. 1 Liter: 6 Bio-Orangen, 300 ml Weißweinessig, 500 g Zucker, 8 Nelken, 1 Zimtstange, 1 TL Pimentkörner, 1 Vanilleschote

Außerdem: eine tiefe Pfanne, einen Schaumlöffel, ein Einfülltrichter für Marmelade ist praktisch und sterile Gläser, die insgesamt einen Liter fassen (am besten kleine Gläser nehmen, die Orangen sind sehr intensiv, man braucht nur wenig)

Zeit: insgesamt 3 Stunden, davon 1,5 Stunden Kochzeit

Zuerst: Orangen waschen, abtrocknen und in ganz dünne Scheiben schneiden. Man kann ganze oder halbe Scheiben machen. Die ganzen sehen zwar schöner aus, aber die halben lassen sich besser in Gläser füllen.

Köcheln 1: Die Orangenscheiben in eine tiefe Pfanne geben, mit Wasser bedecken, aufkochen, Hitze reduzieren und eine Stunde mit offenem Deckel auf niedriger Flamme leise köcheln lassen bis die Schale weich ist.

Würzen: Mit einem Schaumlöffel die Orangen herausheben und zur Seite stellen. Zu dem verbleibenden Sud den Essig, Zucker, Zimtstange, Pimentkörner und Nelken  dazugeben. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen und zusammen mit der Schote in den Sud geben.

Köcheln 2: Erst langsam erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat; dann zum Kochen bringen, die Orangenscheiben zugeben, die Hitze wieder reduzieren und noch mal 30 Minuten köcheln lassen.

Gläser sterilisieren: Backofen auf 100 Grad stellen, Gläser spülen und dann zum Trocknen in den Backofen stellen

Einfüllen: Orangenscheiben wieder mit dem Schaumlöffel aus dem Sud heben und in die warmen Gläser füllen.

Reduzieren:  Zimtstange und  Vanilleschote herausnehmen, den Sud schnell zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten zu einem Sirup reduzieren.

Auffüllen: Den Sirup über die Orangenscheiben gießen und die Gläser dann fest verschließen.

Ladies Delight – sauer eingelegtes Obst und Gemüse aus dem 17. Jahrhundert

In einem kleinen Rezeptheft über Eingemachtes aus den Cotswolds in England habe ich ein Rezept für Pickles aus dem 17, Jahrhundert gefunden – Ladies Delight. Das klang so schön und Pickles mag ich sowieso – also habe ich es ausprobiert.

Pickles selber zu machen ist ganz einfach und das Prinzip ist immer gleich: Rohes Obst und Gemüse wird mit einem heißen Sud aus Essig und Gewürzen übergossen. Abgefüllt in sterile Gläser und gegebenenfalls noch mal eingekocht halten sich die Pickels dann ewig und man hat immer was Leckeres für aufs Brot oder zu gekochtem / gegrilltem Fleisch.

Beim Ladies Delight kommt außer den Trockenfrüchten keine Süße hinzu – man sollte also beim Essig einen milden auswählen. Meiner war ein bisschen zu heftig – beim nächsten mal strecke ich ihn mit Apfelsaft oder mische Weißweinessig mit Apfelessig.

Zutaten für eine kleine Portion: 1 Apfel, 1 große rote Zwiebel, 1 frische rote Chili, 2 getrocknete Feigen oder 2 EL Rosinen, 250 ml hellen Essig, 1 TL Salz

Zuerst: den Apfel  und die getrockneten Feigen in kleine Stücke, Zwiebel und Chili in feine Streifen schneiden – alles in einer Schüssel vermischen

Sud kochen: Essig und Salz aufkochen und über die klein geschnittenen Zutaten schütten – alles gut vermischen und abdecken.

Abkühlen: Am besten über Nacht abkühlen lassen und dann entweder in sterile Gläser füllen oder gleich aufessen.

Taralli – Knabberzeug aus Apulien

Das beste am Winter ist die Aussicht auf einen Sommer. Und auf Urlaub. Ich kann mich nur nicht entscheiden: neu oder bewährt, Norden oder Süden, Berge oder Meer, faulenzen oder Fahrrad fahren? Beim Fotos gucken, habe ich jedenfalls wieder Lust auf Italien bekommen. Und ich habe mich an Taralli erinnert. Das Knabbergebäck aus Apulien haben wir letztes Jahr tütenweise am Strand gegessen. Ich habe mir wegen der überschaubaren Zutatenliste (Mehl, Wein, Olivenöl, Salz) vorgenommen, sie zu Hause nachzubacken.

Ein halbes Jahr später kommen die Taralli endlich aus dem Ofen -  Mithilfe des kulinarischen Reisebuchs Apulien entdecken und genießen im Tal der Trulli” von Stephan Winkler und Jörg Wilczek. Ein schönes Buch! Mit sympathischen Porträts, Landschaftsaufnahmen zum Schwelgen vielen Rezepten, die ein Stück Apulien nach Hause bringen.

Stephan Winkler/Jörg Wilczek: Apulien – Entdecken und geniessen im Tal der Trulli, Werd Verlag 2010, 176 S. gebunden, 39 Euro

Aber zurück zu den Taralli: Zwei Zubereitungsmethoden stehen im Buch. Die eine schickt die Teigkringel direkt in den Ofen. Bei der anderen machen sie einen Auslug in kochendes Wasser bevor sie gebacken werden. Ich habe beide Methoden ausprobiert und finde die Kringel ohne kochen besser. Sie sind mürbe und schmecken genau wie die in Apulien am Strand, auch noch Tage nach dem Backen. Die vorgekochten Taralli sind brotiger – außen kross und innen weich. Aber sie schmecken nur frisch aus dem Ofen.

Die Taralli entweder nur salzen oder zusätzlich würzen, zum Beispiel mit Chili, Sesam, Mohn, Knoblauch, Fenchelsamen, getrockneten Kräutern oder Pfeffer.

Zutaten für ca. 600 g Taralli: 450 g Mehl, 150 ml Öl,  180 ml Wein, 1 TL Salz, 1 TL Gewürze oder Kräuter (optional)

Teig kneten: Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten; ist der Teig zu trocken, mehr Wein zugeben, ist er klebrig, etwas Mehl einarbeiten

Vorheizen: Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen

Kringeln: kleine Teigstücke zu Schlangen rollen, die gut einen halben Zentimeter dick und zehn Zentimeter lang sein sollten. Diese dann zu Ringen zusammenlegen und die Enden zusammendrücken. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Backen: bei 180 °C ungefähr eine halbe Stunde – die Kringel sollten nicht zu braun werden

Abkühlen: Taralli vollständig abkühlen lassen und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Kulinarisches Polaroid-Rätsel, 2. Woche, Auflösung: Honig-Feigen-Senf

Polaroids: Ina Echternach
fotografiert mit einer Polaroid Macro 5 SLR
und dem Polaroid Image Softone Film, 2009 abgelaufen.

Montag: Honig, Dienstag: Feigen, Mittwoch: Essig, Donnerstag: Salz, Freitag: Senfkörner. Daraus wird: Honig-Feigen-Senf.

Kostprobe und Polaroid haben gewonnen: Mel und Mo
– Herzlichen Glückwunsch!

Aber jetzt zum Senf:

Ich wollte schon immer mal Senf selber machen. Es ist easy peasy und man kann ihn auf tausend und eine Art variieren – genau mein Ding.

Drei Dinge sollte man über die Senfherstellung wissen:

1. es gibt gelbe und braune Senfkörner. Die gelben sind etwas milder, die braunen sauscharf

2. die Schärfe kommt aus ätherischen Ölen – gibt man zu gemahlener Senfsaat warme oder gar heiße Flüssigkeit, verfliegt die Schärfe und man bekommt süßen Senf.

3. niemals Senf frisch angerührt auftischen – das schmeckt furchtbar. Er muss mindestens 24 Stunden – besser ein paar Tage – ruhen. Beim Anrühren mit Salz und Essig entstehen Bitterstoffe, die erst nach einiger Zeit verschwinden.

Ansonsten ist das Prinzip einfach:

Mahlen: Senfkörner mahlen (z. B. mit einer Kaffeemühle). Die Körer sind sehr hart, wenn man sie vorher einfriert, lassen sie sich besser mahlen. Jetzt entscheiden: fein oder grob mahlen.

Anrühren: Mit Essig und Wasser (Wein, Schnaps, Bier, Saft …) zu einer Paste verrühren. Die darf erst mal flüssig sein, da das Senfmehl ganz schön quillt. Salz zugeben. Für milderen Senf, einen Schuss warmes oder sogar heißes Wasser zugeben – da muss man ein bisschen experimentieren.

Verfeinern: Honig oder Zucker dazugeben, pürierte Früchte, gemahlene Nüsse – alles, was man sich so im Senf vorstellen mag.

Ruhen: nach einem Tag kann man den Senf probieren und noch mal abschmecken. Eventuell Flüssigkeit zugeben, wenn er zu fest ist.

Zutaten für ein Glas Honig-Feigen-Senf: 1 EL braune Senfkörner, 4 EL gelbe Senfkörner, Weißweinessig, Wasser, 1/2 TL Salz, 1 EL Honig, vier getrocknete Feigen, Apfelsaft (Wasser geht auch)

Die Feigen habe ich in Apfelsaft ein paar Stunden quellen lassen und dann püriert.

Viel Spaß beim nachmischen und tolle Senfsorten erfinden!

Kulinarisches Polaroid-Rätsel, 1. Woche, Auflösung: Glühweingelee

Polaroids: Ina Echternach

Die erste Woche ist vorbei und nachdem am Anfang alles viel zu leicht schien, sind dann auf der Zielgeraden doch ein paar verloren gegangen. Also erst mal die Lösungen:

Ingwer am Montag, Dienstag suchten wir Sternanis.

Zimt am Mittwoch; Donnerstag: Wein

Freitag: Apfelpektin

Und daraus wird?

Glühweingelee natürlich.

Noch nie gehört? Dann wird es Zeit das auszuprobieren. Gelee kochen ist gar nicht aufwändig. Abgefüllt in schöne Gläser, ist es ein leckeres Weihnachtsgeschenk aus der Küche.

Kostprobe und Polaroid haben gewonnen: Nina und Anna
– Herzlichen Glückwunsch!

Ich mag ja nicht so gern Alkohol im Gelee, deshalb habe ich beim Glühwein geschummelt und ihn aus einer Mischung aus Holunderdirektsaft und Wein hergestellt. Ich denke, man kann da variieren. 100 Prozent Wein würde ich nicht empfehlen. 100 Prozent Holundersaft dagegen schon – vor allem, wenn Kinder mit am Frühstückstisch sitzen.

Und noch was: Habt ihr schon mal auf die Zutatenliste von Gelierzucker geschaut? Beim 1:1 Zucker findet man zum Beispiel Fett und fragt sich WOZU? Und in den meisten 1:2 und 1:3 Gelierzuckern stecken sogar Konservierungsmittel. Gelierzucker ohne Schnickschnack – also nur Zucker und Pektin – habe ich bisher nur im Bioladen gefunden (Naturata 1:2).  Zitronensäure (auch wichtig zum Gelieren)  kann man entweder einzeln dazu kaufen – oder man presst einfach eine Zitrone aus.

Hier also mein Rezept für Glühweingelee:

Zutaten: 750 ml Wein-Saft-Mischung (ich habe 500 ml Holunder Direktsaft (Völkel oder Alnatura) und 250 ml trockenen Rotwein genommen), 500 g Gelierzucker 1:2 (Naturata), 2 Zimtstangen, 2 Sternanis, 3 Nelken, ein daumendickes Stück Ingwer, Schale und Saft von einer Bio-Orange, Saft von einer Zitrone

Außerdem: Sterile Gläschen für insgesamt ca. 1 Liter Gelee

Würzen: Ingwer schälen und in Scheiben schneiden, Orangenschale mit dem Sparschäler abschälen. Die Wein-Saftmischung mit den Gewürzen erhitzen (nicht kochen), Herd ausschalten, und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.

Pressen: Orange und Zitrone auspressen

Kochen: Den Glühwein-Saft mit dem Gelierzucker mischen, zum Kochen bringen und drei Minuten sprudelnd kochen lassen, dann den Zitronen-Orangensaft dazugeben und noch mal zwei Minuten kochen lassen.

Gelierprobe: einen Teelöffel der Mischung auf einen kalten Teller geben. Geliert sie, sofort in Gläschen abfüllen und fest verschießen. Geliert sie nicht, noch mal zwei Minuten kochen lassen und die Probe wiederholen.

Kürbisketchup süß und sauer – Happy Halloween

kuerbisketchup-IMG_4999_zepp

Die erste Portion Kürbisketchup ist aus einer misslungenen Portion Kürbisspalten aus dem Ofen entstanden. Ich hatte zur Abwechslung mal Muskatkürbis statt Butternut oder Hokkaido für die gerösteten Spalten verwendet. Und er ist mir Ofen zu Brei verkocht.

Da ich Essen nicht gerne wegwerfe, habe ich den viel zu weichen Kürbis zusammen mit Weißweinessig und Zucker im Blender ganz fein püriert und mit Salz und Zucker abgeschmeckt.

Seitdem habe ich Kürbisketchup schon zu Pommes, Ofenkartoffeln, Käse, Hähnchen und zu grober Bratwurst gegessen. Fand ich alles wunderbar. Ich mags sogar auf Frischkäsebroten. Die Sauce fand  bei Freunden großen Anklang. Aber meinen ersten Testesser, ein ausgesprochener Tomatenketchup-Fan, konnte ich für diese leicht nach Zimt und Ingwer schmeckende Variante nicht begeistern.

Vermutlich kann man den Kürbis auch einfach würfeln und im Topf kochen, Aber ich bleibe der Zufallsmethode treu: Kürbis zusammen mit Gewürzen im Ofen garen, bis er ganz weich ist. Dann zu Ketchup weiterverarbeiten.

Für längere Haltbarkeit habe ich sterile Gläser benutzt und die pürierte Masse noch mal kurz aufkochen lassen und dann heiß eingefüllt. Ich hoffe, der Ketchup hält so ein paar Monate.

kuerbisketchup-IMG_5054_zepp

Zutaten für ungefähr 1,2 Liter Ketchup: ca. 1 Kilo Muskatkürbis (schon geschält), 2-3 EL Sojasauce, 2 EL Olivenöl, 1 TL Zimt, ein großes Stück Ingwer (etwa so groß wie zwei Walnüsse), wers scharf mag -  1 bis 2 rote frische Chilischoten,  200 ml Weißweinessig, 2-4 EL Zucker (nach Geschmack), Salz

Zuerst: Kürbis schälen, klein schneiden, würzen und  im Ofen weichgaren – so wie hier beschrieben. (Dauert ca. 40 Minuten)

Mixen: Im Blender zusammen mit dem Essig  fein pürieren – eventuell noch so viel Wasser dazugeben, bis die Konsistenz stimmt. Je nach Fassungsvermögen des Blenders, in mehreren Portionen pürieren

Aufkochen: Ketchup in einen großen Topf geben, mit Zucker und Salz abschmecken und aufkochen lassen

Abfüllen: In sterile Flaschen und Gläser am besten mit einem Einkochtrichter heiß einfüllen und fest verschließen

Gläser sterilisieren geht so: Entweder gut gespülte Gläser und Deckel bei 100 °C 10 Minuten in den Backofen stellen oder in einem großen Topf Wasser 10 Minuten auskochen.

Ach so: weils so schön orange ist, nehme ich auf den letzten Drücker noch mal am Cookbook of Colors-Event im Oktober bei Uwe teil.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Aioli ohne Ei – schnell und lecker

Aioli_IMG_1507_zepp

Aioli ohne Ei? Das soll funktionieren? Ja. Statt Ei kommt Milch in die Mayo. Und man braucht einen Stabmixer.

Mein erster Versuch hat allerdings nicht geschmeckt. Zum einen, weil fünf Knoblauchzehen too much waren. Aber noch viel wichtiger: Ich dachte, für leckere Aioli nehme ich das feinste Olivenöl. Leider wird kaltgepresstes Öl durch schnelles Aufschlagen mit dem Mixer bitter. Eigentlich kenne ich das ja vom Pesto …

Mit einfachem Raps- oder Sonnenblumenöl schmeckt die Knoblauchmayo aber perfekt. Ich nehme mal groben, mal feinen Senf – passt beides gut.

Aioli_IMG_4452_zepp

Zutaten für eine kleine Portion (bei Bedarf verdoppeln): 50 ml Milch, 125 ml einfaches Öl (KEIN extra natives Olivenöl), 1 TL Senf, 1 Prise Salz, 1 kleine Knoblauchzehe Und sonst? Einen Stabmixer

Zuerst: Milch, Salz. Knoblauch und Senf in ein hohes Gefäß geben

Mixen: Zutaten mit dem Stabmixer verquirlen und das Öl bei eingeschaltetem Mixer langsam dazulaufen lassen. Genau dann, wenn man denkt “Mist, das gibt nix mehr”, noch einen Schluck Öl eingießen. Dann wird aus den Zutaten eine cremige Mayonaise.

Scharfes Zwetschgen Chutney – was für ein Zungenbrecher

zwetschgen-chutney_IMG_4930a_zeppSo, bevor ich es dieses Jahr schon wieder verpasse, habe ich schnell ein paar Gläser Zwetschgen Chutney gemacht. Es ist genau richtig scharf geworden (also für mich), dabei sind meine Chilischoten vom Balkon dieses Jahr unberechenbar. Die eine ist mild, die andere schluckaufscharf, die nächste so dazwischen…

Eigentlich wollte ich das Chutney bei Uwes Lila September für das Cookbook of Colors einreichen, schließlich sind Zwetschgen und rote Zwiebeln lila. Das Chutney ist aber dann doch eher rotbraun, schade. Aber trotzdem lecker.

zwetschgen-chutney_2_zepp

Zutaten: 1 kg Zwetschgen, 300 g rote Zwiebeln, 100 ml Rotweinessig oder Balsamico, 2 EL Öl, 5-7  EL Zucker (nach Geschmack und Süße der Früchte), 1 1/2 TL Salz, frische rote Chilischoten (ich habe drei genommen), 1 Zimtstange

Außerdem: Gläser mit Schraubverschluss oder Weckgläser für knapp 1 Liter

Gläser und Deckel sterilisieren, zum Beispiel so: mit kochendem Wasser ausspülen und im  Backofen bei 100 °C trocknen lassen, bis das Chutney fertig ist.

zwetschgen-chutney_2b_zepp

Zuerst: Zwiebeln achteln, Zwetschgen entkernen und halbieren, Chilis in Ringe schneiden

Dünsten: Die Zwiebeln mit zwei Esslöffeln Zucker in einem Topf mischen und in 2 EL Öl andünsten

Ablöschen: mit dem Essig ablöschen, Zwetschgen dazugeben, noch mal zwei EL Zucker, Salz, Chilis und Zimtstange dazugeben

Köcheln: 10 Minuten bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze köcheln lassen

Abschmecken: Deckel abnehmen, probieren, ob das Chutney süß und salzig genug ist (ich habe noch mal drei EL Zucker nachgelegt)

Eindicken: ohne Deckel noch mal 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Konsistenz schön sämig ist.

Einfüllen: In Gläser füllen, Deckel drauf, abkühlen lassen, Topf auslecken, fertig.

So einfach – Fladenbrot aus der Pfanne

fladenbrot_IMG_4256_zepp

Was gehört zum Grillen, zu Salat und auch zur Suppe unbedingt dazu? Brot, am liebsten warm und knusprig. Kochfrosch Kathi hat mich darauf gebracht, Fladenbrot in der Pfanne zu machen. Sie erwähnte es kürzlich in einem Nebensatz, als sie Paules grünen Nudelsalat vorstellte.

Ich hätte auch selbst darauf kommen können. Das Rezept steht im Kochbuch “Oriental Basics” von GU, und das Buch steht in meinem Regal. Aber irgendwie dachte ich bisher immer: “Ach Quatsch – zu aufwändig.” Ich brauchte also den richtigen Schubs – danke dafür Kathi.

fladenbrot_IMG_4240_zepp

Für wenig Aufwand bekommt man superfrisches, köstlich knuspriges Fladenbrot – ganz ohne Fett. Der Teig besteht aus Mehl, Wasser, Zucker, Salz und frischer Hefe und lässt sich schnell zusammenkneten. Dann muss er eine Stunde gehen. Das Backen in der Pfanne dauert pro Fladen zwei Minuten.

Genial ist, dass man den Teig auch auf Vorrat machen und Portionsweise einfrieren kann. Also los, ausprobieren!

fladenbrot_zepp

Zutaten für 12 kleine Fladen: 500 g Mehl, 25 g frische Hefe, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, 280 ml lauwarmes Wasser

Abwiegen und auflösen: Hefe und Zucker im Wasser auflösen; Mehl und Salz in Schüssel geben

Kneten: Hefewasser zum Mehl in die Schüssel gießen, mit den Fingern zu einem Teig verrühren und gut durchkneten

Gehen lassen: Eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen

Fladen rollen: Den Teig noch mal durchkneten, in 12 Stücke teilen, zu dünnen Fladen ausrollen

Ausbacken: In einer beschichteten, heißen Pfanne von jeder Seite eine Minute backen.

Einwickeln: Gebackene Fladen in ein Tuch wickeln, damit sie nicht hart werden und warm bleiben

Kulinarisches Polarätsel: Auflösung

Polaroid: Ina Echternach

Polaroid: Ina Echternach

Maibowle heißt die Lösung! Und wie ihr seht, ist ihre Wirkung phänomenal!

Für Maibowle braucht man vor allem Waldmeister. Und über den haben wir einiges gelernt:

  • botanisch ist er mit Kaffee verwandt
  • pro Liter Bowle soll man nur drei Gramm Kraut verwenden, sonst drohen Kopfschmerzen (oder Pferdeköpfe)
  • vor der Verwendung unbedingt welken lassen, damit er sein volles Aroma entfacht
Polaroids: Ina Echternach

Polaroids: Ina Echternach

Und hier die Auflösung der Rätselbilder:

  1. Was fehlt? -> Zitrone
  2. Pudel -> Sprudel (Mineralwasser)
  3. Miezekatze -> Minze
  4. roter Berliner -> grüner Veltliner
  5. edit mel wars -> Waldmeister

Gewinnerinnen: Kirsten und Vanessa – herzlichen Glückwunsch! Habt bitte ein bisschen Geduld, die THE IMPOSSIBLE LAMPs werden ja von Ina, handgemacht.

Rezept Maibowle

Zutaten: 1 Zitronen,  2-3 Zweige Minze, 1 Flasche Weißwein (Grüner Veltliner), 1 Sträußchen Waldmeister (4-5 g), 0,5 Liter Sprudel (Mineralwasser mit viel Kohlensäure)

Kühlen: Wein und Sprudel kühl stellen

Welken: Waldmeister an einen trockenen, warmen Platz legen und welken lassen, dann in eine Bowle oder Karaffe geben, mit Wein bedecken und eine halbe Stunde ziehen lassen

Schneiden: Zitronen in Scheiben schneiden

Fertig machen: Zitronenscheiben und Minzzweige zum Waldmeister geben, den restlichen Wein und Sprudel dazugießen

Ohne Alkohol gehts auch: statt Wein Gingerale nehmen und den Saft von einer  Zitrone zugeben, eventuell mehr Sprudel nehmen